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BISSIG! Wer glaubt schon an Vampire?

Im Oktober 2009 startete ein neues Projekt mit Hildesheimer Berufsschulen, diesmal zum Thema „Dracula“. Dabei wird die bewährte und mit dem "mixed-up"-Preis ausgezeichnete Kooperation zwischen TPZ, TfN, KulturFabrik Löseke, Walter-Gropius-, Herman-Nohl- und Friedrich-List-Schule fortgesetzt.

Nach dem Erfolg der preisgekrönten Produktion „Grenzöffnung -  Wer ist Deutschland?“ beschäftigt sich das diesjährige Berufsschulprojekt von TPZ, TfN und KulturFabrik seit Oktober 2009 mit der blutsaugenden Zunft  - und findet eine Menge Bezugspunkte zu existenziellen Fragen menschlichen (Zusammen)Lebens.
Die einen lassen sich dabei von „Twilight“ inspirieren, die anderen suchen nach den Ursprüngen des Vampirglaubens, und die dritten zeigen, was bösartige Gerüchte über „Andersartige“ alles auslösen können.

Premiere ist am 09. Juni in der KulturFabrik.


Die Schülerinnen und Schüler im BVJ und BEK, die erfahrungsgemäß selbst aus unterschiedlichen Kulturen stammen, beschäftigen sich anhand des Themas „Dracula“ mit historischen Fakten und interreligiösen Themen.

 

Rückblick:

Grenzöffnung – Wer ist Deutschland?

Theaterprojekt mit Hildesheimer Berufsschulen in der Spielzeit 2008/2009
Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft, der Sparkassenstiftung Hildesheim, der Johannishofstiftung und der Stadt Hildesheim. Vielen Dank!

„Grenzöffnung – Wer ist Deutschland“ nimmt Bezug auf zwei im Jahr 2009 stattfindende Jubiläen: 20 Jahre Mauerfall und 60 Jahre Benennung Deutschlands in BRD und DDR. Die Grundlage für die thematische Auseinandersetzung mit nationalen Grenzen und dem Phänomen „Deutschland“ bilden diverse Texte bekannter Autor/innen, Musik- und Theaterstücke sowie historische und aktuelle Quellen.
Die drei Schulen bearbeiteten unterschiedliche Themen des Gesamtkontextes, die in gemeinsamen Aufführungen zusammen gefasst wurden.
Die Walter-Gropius-Schule erzählte die Geschichte der Ankunft der Gastarbeiter in den 60er Jahren und der Liebe zwischen der deutschen Arbeiterin Marie und dem Portugiesen Ronaldo.
Die Arbeit wurde mit Körper-, Raum- und Improvisationsarbeit begonnen und mit Tanzproben fortgesetzt. Dabei wurden Zitate der Schüler/innen gesammelt und zu Texten weiter verarbeitet. Außerdem wurde historisches und Filmmaterial hinzu gezogen.
Bau und Fall der Berliner Mauer war das Thema der Herman-Nohl-Schule. Dabei interessierte vor allem die Frage, wer dieser andere Teil von Deutschland war, den es einmal gab. Die Schüler/innen, die jünger sind als der Mauerfall, informierten sich zuerst über das Thema und improvisierten einzelne Szenen, um sich dem Gefühl von Getrennt und Anders sein zu nähern. Szenen aus Filmen wurden schließlich in eine chronologische Reihenfolge gebracht und für die Bühne bearbeitet.
Die Schüler/innen der Friedrich-List-Schule setzten sich mit dem Thema persönliche Grenzen auseinander. Wer setzt Grenzen? Wie gehe ich damit um? Kann ich sie brechen? Umgehen? Sollten sie besser da bleiben? Schützen sie mich manchmal? Wann setze ich selbst Grenzen? Die Ideen wurden sprachlich, szenisch, tänzerisch und theatral bearbeitet und zu einer Collage von konkreten und abstrakten Szenen zusammen gestellt.

Die 55 beteiligten Schüler/innen brachten Erfahrungen aus mehr als einem Dutzend unterschiedlicher Kulturen in dieses Projekt ein.

 
Historie
Nach dem erfolgreichen Start mit Schillers "Räubern" (SpiegelTV berichtete), wurde in der Spielzeit 06/07 am Stadttheater Hildesheim ein zweites Theaterprojekt mit BVJlern der Walter-Gropius-Schule Hildesheim durchgeführt.
Unter dem Titel: "Frühlings Erwachen" standen die Schülerinnen und Schüler im März 2007 in der Kulturfabrik Löseke und dem Stadttheater auf der Bühne.